Dungeondraft ist eines dieser Werkzeuge, die ziemlich genau das tun, was man sich als Spielleiter wünscht: Battlemaps bauen, ohne sich erst in ein komplettes Grafikprogramm einarbeiten zu müssen.
Die Bedienung ist vergleichsweise direkt. Räume, Wände, Türen, Böden, Wege, Wasser und Objekte lassen sich schnell platzieren, und schon nach kurzer Zeit entstehen Karten, die am Spieltisch ordentlich aussehen. Besonders praktisch ist das für virtuelle Spielrunden mit Foundry VTT, Roll20 oder ähnlichen Plattformen.
Die große Stärke: Assets
Richtig interessant wird Dungeondraft durch zusätzliche Asset-Pakete. Besonders bekannt sind beispielsweise die Sets von Forgotten Adventures. Damit lässt sich der eher schlichte Standard-Look deutlich aufwerten und an einen einheitlichen Fantasy-Stil anpassen.
Wer regelmäßig Karten baut, kann sich so nach und nach eine ziemlich große Bibliothek aus Möbeln, Gebäudeteilen, Pflanzen, Dungeons, Höhlen und Dekoration zusammenstellen.
Gut für Foundry VTT
Für digitale Spielleiter ist vor allem der Export wichtig. Karten können in passenden Auflösungen ausgegeben und anschließend in Foundry verwendet werden.
Mit zusätzlichen Tools und Modulen lassen sich teilweise sogar Wände, Türen und Beleuchtung übernehmen. Das spart gerade bei größeren Karten einiges an Arbeit.
Wo Dungeondraft schwächer ist
Dungeondraft ist kein vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm. Wer jede Kleinigkeit pixelgenau kontrollieren möchte oder sehr individuelle Illustrationen bauen will, stößt irgendwann an Grenzen.
Auch die Qualität der fertigen Karte hängt stark von den verwendeten Assets ab. Mit den Standardobjekten wirken Karten schnell etwas generisch, mit guten Asset-Paketen dagegen deutlich professioneller.
Fazit
Dungeondraft ist vor allem dann stark, wenn man schnell brauchbare Battlemaps für digitale Rollenspielrunden erstellen möchte.
Die Bedienung ist leicht genug für Einsteiger, bietet aber zusammen mit zusätzlichen Assets genügend Möglichkeiten für deutlich aufwendigere Karten. Gerade in Verbindung mit Foundry VTT gehört es für mich zu den praktischsten Werkzeugen für digitales Spielleiten.
Kurz gesagt: Kein Photoshop für Battlemaps – und genau das ist seine Stärke.